Sedimenttransport und Morphologie
Der Erfolg bei der Entwicklung von Infrastrukturprojekten an Küsten und in Ästuaren hängt von der Vorhersage des Sedimenttransports und den damit verbundenen morphologischen Veränderungen entlang der Küsten und Ästuare ab. Morphodynamische Aspekte spielen auch eine wichtige Rolle bei der Entwicklung geeigneter Maßnahmen für das Management vorhandener Küstengebiete sowohl unter typischen, jährlich wiederkehrenden Klimabedingungen als auch bei küstentypischen Katastrophen wie Orkanen, Wirbelstürmen und Tsunamis.
Küstennahe Infrastrukturprojekte umfassen die Erschließung von Flächen für den Tourismus, den Ausbau von Häfen und Fahrrinnen sowie den Küstenschutz. Derartige Projekte können durch morphologische Veränderungen wie Küstenerosion, Verlagerung von Seegaten oder Umgestaltung von Düneninseln beeinträchtigt werden. Dies kann zu Landverlusten und Überflutungen sowie dem Versagen von Küstenbauwerken führen. Auch eine Beeinträchtigung von Fahrrinnen durch Sedimentation ist möglich.
Es ist wichtig, diese Probleme bereits in der Planungsphase zu identifizieren, so dass Hilfsmaßnahmen bewertet und umgesetzt werden können, bevor die Kosten für die Sanierung untragbar werden.
Unser Ansatz besteht in der Entwicklung technischer Lösungen auf Grundlage eines gründlichen Verständnisses der physikalischen Prozesse und Phänomene. Die Untersuchung dieser komplexen Probleme erfolgt unter Einsatz einer Kombination aus Feldmessungen und modernen Simulationsmodellen (LITPACK, MIKE 21 und MIKE 3) sowie langjähriger Erfahrung in der Durchführung von Projekten weltweit.