Baggerungen und Verbringung von Baggergut

Die Sedimentation von Fahrrinnen, Rohrleitungsgräben und Häfen ist ein äußerst wichtiges Thema bei der Planung und Bemessung neuer oder zu erweiternder Bauwerke.

An sandigen Küsten mit mäßigem bis starkem Seegang kann eine durch Küstenlängstransport bedingte Versandung zu starken Behinderungen und Beeinträchtigungen der Schifffahrt führen und beträchtliche Kosten für die Ausbaggerung verursachen. Diese Probleme lassen sich durch eine sinnvolle Ausrichtung der Fahrrinne und eine sorgfältige Planung der Küstenbauwerke verringern.

In Seegaten, Ästuaren und Lagunen unterliegen Häfen und Fahrrinnen häufig starker Sedimentation mit feinkörnigem Material. In solchen Fällen können bei notwendigen Unterhaltungsbaggerungen jährlich Millionen Tonnen anfallen. Dies stellt Hafenbehörden vor ernsthafte Probleme, da der Aushub unter Umständen kontaminiert ist und erst im Anschluss an eine gründliche Umweltfolgenabschätzung nach strengen Vorschriften deponiert werden kann.

Wir optimieren Hafenanlagen unter Berücksichtigung von Wechselwirkungen mit der Küste, Sedimentationsproblemen, Wellenunruhe sowie Sicherung der Schifffahrt. Dabei decken wir das gesamte Spektrum der kurz- und langfristigen Umweltfolgen bei der Handhabung von Baggergut und Schadstoffen an. Die kurzfristigen Folgen betreffen meistens die Auswirkungen von baggerungsbedingtem Sedimenteintrag auf die aquatische Tier- und Pflanzenwelt. Zu den Langzeitfolgen gehören Veränderungen des Zirkulationsverhaltens, der Küstendynamik und der Küstenmorphologie durch veränderte Küstenlinien oder Meeresböden sowie mögliche Langzeitfolgen für die aquatische Umwelt. Die Bewertung dieser Probleme und die Entwicklung optimaler Lösungen erfolgt auf Grundlage unserer weitreichenden Erfahrung und anhand modernster Modellierungswerkzeuge.